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Buchkünstlerin
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Raamin-Presse
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1973 – 2003, eigene Verlagswerkstatt von Roswitha Quadflieg
in Schenefeld, am westlichen Stadtrand Hamburgs.
Hier gestaltete, setzte und druckte sie Texte der Weltliteratur
mit eigenen Originalgraphiken (Holzstiche, Radierungen,
Mischtechniken in Kunstharz, Miraclon u. a.) in limitierten Auflagen.
Sämtliche Einbände besorgten Christian und Thomas Zwang, Hamburg.
Insgesamt 28 Drucke.
Als letzter Band erschien unter dem Titel »Alles kommt auf so viel an«,
das bis dahin unveröffentlichte Hamburg-Kapitel aus Samuel Becketts
»German Diaries« von 1936, mit Originalgraphiken und Marginalien von RQ.
Die Drucke der Raamin-Presse wurden von öffentlichen und privaten Sammlungen angekauft und ausgezeichnet (u. a. Verlagspeis der Stadt Hamburg 1998). Sie werden auch weiterhin in Ausstellungen gezeigt.
Die komplette Werkstatt (2 Maschinen, Setzregeale etc.) ging als Stiftung
an das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, ein Teil der Schriften
als Leihgabe an Mark Berger, Berlin und Gransee, das Archiv wurde 2006
von der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden angekauft.

Laudatio lesen
  Im Frühjahr 2006 wurde das Haus in Schenefeld verkauft.
 
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Aus: »Das Buch vom Buch«
500 Jahre Buchgeschichte,
Hannover, 1995 (S. 435):
 

»RQ mit ihrer 1973 in Hamburg gegründeten Raamin-Presse
besitzt als Pressendruckerin einen ausgezeichneten Ruf, und
unter Frauen ist sie die wohl bekannteste Buchkünstlerin.
Anders als die gruppenorientierten Pressen der 60er Jahre
arbeitet die ehemalige Graphikstudentin und Schülerin von
Richard von Sichowsky als Einzelgängerin. Sie sucht sich
selbst die Texte, entwirft die Typographie...«

 


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